Die Rocche des Roero sind eine spektakuläre Narbe in der Landschaft, eine zerklüftete und eindrucksvolle Gegend, die durch Jahrtausende der Erosion geformt wurde. Und genau im Herzen dieses geologischen Wunders liegt Pocapaglia, ein Dorf, das nicht nur atemberaubende Ausblicke bietet, sondern auch eine wahre Schatzkammer an Geschichten, Volksglauben und Anekdoten, die seine Pfade und Weinberge beleben.

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Die Rocche (Felsen): Wilde Natur und dämonische Geburt

Die Rocche sind keine menschlichen Bauwerke, sondern natürliche Kreationen, deren Wurzeln tief im prähistorischen Meer liegen. In Pocapaglia bietet das Amphitheater der Felsen von Ghia und Meinina ein unvergessliches Schauspiel. Doch ihr Ursprung ist, dem lokalen Volksglauben nach, weitaus "heißer".

Es wird nämlich erzählt, dass bei der Gestaltung des Gebiets und der Errichtung der Felsformation niemand geringeres als Beelzebub höchstpersönlich mitwirkte! Der Teufel, der aus den Wassern des Flusses Tanaro aufstieg, schaufelte im Austausch gegen Seelen mit einer riesigen Schaufel in nur einer einzigen Nacht die gewaltigen Schluchten von Pocapaglia. Die aufgewühlte Erde und die schwindelerregenden Wände sind das Zeugnis dieses uralten und höllischen Unterfangens.

Der dunkle Zauber der Masche

Das Roero ist das Land der „Masche“ (der piemontesischen Hexen), und Pocapaglia hütet eine der berühmtesten und tragischsten Geschichten: die der Masca Micilina.

Die Legende von Micilina

Micilina ist die ikonischste Figur, die mit dem Ort verbunden ist. Sie wurde der Hexerei beschuldigt und vom Gericht der Inquisition zum Scheiterhaufen verurteilt. Es heißt, sie habe ihre geliebten Rocche nie wiedergesehen. Die Legende besagt jedoch, dass ihr Geist (und der anderer ungerecht verurteilter Frauen) in den dunkelsten, stürmischsten Nächten weiterhin herumirrt und die Rocche – den Schauplatz ihres Leidens – heimsucht.

Um sie nicht zu vergessen, wurde der eindrucksvolle Sentiero della Masca Micilina (Weg der Masca Micilina) ins Leben gerufen, ein Themenpfad, der zum vollständigen Eintauchen in das Geheimnis einlädt.

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Die Anekdote: Der Einsiedler der Grotten

Pocapaglia war auch die Heimat ungewöhnlicher Persönlichkeiten. Zwischen den beiden Weltkriegen beherbergten die Rocche einen Mann, der die extremste Einsamkeit wählte: Settimio Grasso, der Einsiedler von Pocapaglia.

  • Wer war er? Geboren in Bra, war Settimio ein großer, starker Mann mit langem Bart. Nachdem er freiwillig aus dem Äthiopienkrieg zurückgekehrt war, beschloss er, das zivile Leben hinter sich zu lassen.
  • Sein Zufluchtsort: Er grub ganz allein eine Höhle mitten in die Rocche und machte sie zu seiner Eremitage.
  • Die Legende: Trotz seines Rückzugs war er eine bekannte und faszinierende Figur, fast ein weiser, wilder Asket. Seine Geschichte, halb Chronik, halb Legende, wurde auch vom Schriftsteller Giovanni Arpino verewigt.

Ein Tipp für den Leser

Pocapaglia zu besuchen bedeutet nicht nur, die Spektakularität der Landschaft zu bewundern, sondern auch seine Geschichten zu ehren. Suchen Sie das Museum „Rocche e Masche“ im Rathaus auf, um mehr über die Traditionen, die alten Handwerke und natürlich die Geschichte der Masca Micilina zu erfahren.

Wenn Sie durch die Wälder der Rocche wandern, denken Sie daran: Sie sind möglicherweise nicht allein. Lauschen Sie dem Wind, denn in Pocapaglia hat selbst die Erde eine Geschichte zu erzählen.

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